Analysenspektrum | OKH Zentrallabor
EBV-PCR/Vollblut
- Laborinterne Kurzbezeichnung
- EBVPCR (Blut)
- Laborinterne Funktionsgruppe
- Infektionsdiagnostik
- Notfallparameter
- Nein (Anforderung werktags 7:00-15:00 Uhr möglich).
- Allgemein
- Virusstruktur dsDNA, mit Hülle. Familie Herpesviridae, Subfamilie Gammaherpesviridae, Genus Lymphocryptovirus. Das Epstein-Barr Virus (EBV) wird durch Intimkontakte leicht übertragen und hat seine Eintrittspforte gewöhnlich in den lymphoepithelialen Zellen desRachenringes, wo sich eine persistierende Infektion etabliert. 4-6 Wochen nach Infektion kommt es zu einer massiven Virämie und Vermehrung in den B- Lymphozyten, die von T-Lymphozyten attackiert und weitgehend eliminiert werden. Die Reaktion der zytotoxischen T-Lymphozyten ist im Blutbild als infektiöse Mononukleose nachweisbar. Die Erkrankung kann über Wochen und Monate mit Rekurrenzen verlaufen, ein chronischer Verlauf ist jedoch ungewöhnlich. EBV-Infektionen werden mit dem Burkitt-Lymphom und dem Nasopharyngeal-Karzinom in Zusammenhang gebracht. Selten kann sich eine EBV-Infektion auch neurologisch als Meningitis, Enzephalitis oder Guillain-Barre-Syndrom manifestieren, noch seltener als Myokarditis.
- Indikation
- V.a. EBV Infektion.
- Messparameter
- EBV-DNA im Vollblut.
- Untersuchungsmaterial
- 1 EDTA-Röhrchen (violett).
- Durchführung
- Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV und mit entsprechendem Begleitschein.
- Labor
- Fremdlabor
- Bestimmungsmethode
- PCR.
- Referenzbereich
- negativ
- Bewertung
- Siehe auch EBV Antikörper/Serum. Der Virusnachweis ist durch den Infektions/Immortalisationsversuch mit Zellkulturen (Nabelschnurlymphozyten), den Test auf EBV-Antigene und auf molekularbiologischem Weg (DNA-Nachweis mit der PCR) möglich. Die Virusisolierung aus einem Rachenabstrich oder Blutlymphozyten hat wegen der Erregerpersistenz und wochenlangen Dauer der Untersuchung keinen hohen diagnostischenStellenwert. Der Antigen-Test ist die einfachste und kostengünstigste Untersuchung. Sensitiver als der Antigen-Test ist die PCR zur DNA-Amplifikation. Sie ist die bevorzugte Labormethode in der Liquordiagnostik.